5 Jahre Marktpfeiffer Frontenhausen

Musik schafft Freunde – Musik verbindet                    5 Jahre Marktpfei’ff’er und 50 Jahre BSV mit Festakt und Konzert gefeiert

Frontenhausen. (au) Seit Monaten probten die Musiker und Musikerinnen der Marktpfei’ff‘er  und der Bayerwald Spielmannsvereinigung (BSV) intensiv für ihr Gemeinschaftskonzert. Anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Frontenhausener Spielmannszuges und des 50- jährigen Bestehens der Bayerwald Spielmannsvereinigung wurden unter dem Motto „5 & 50“ laute und leise Töne, ausdrucksvolle Klänge, und spannende Interpretationen dargeboten.

Um 19 Uhr eröffnete am Samstag der Spielmannszug den Abend mit dem Stück „De Erfprins“ mit einem großen Einmarsch. Der organisatorische Leiter Hubert Eckmeier begrüßte die mitwirkenden Spielleute aus den Regierungsbezirken Nieder- und Oberbayern sowie aus der Oberpfalz, die Ehrengäste, darunter Bürgermeister Dr. Franz Gassner, Altbürgermeister Georg Retz, die anwesenden Marktgemeinderäte, die Vertreter der örtlichen Banken, den Vorsitzenden der BSV Martin Haidn, Landrat Heinrich Trapp und seinem Sohn Kreisjugendringvorsitzenden Michael Trapp. Ein ganz besonderer Gruß galt dem Gesamtleiter des BSV Ensembles, dem stellvertretenden Bundesmusikdirektor und Komponisten Hermann Dirscherl und der musikalischen Leiterin des Spielmannszuges Rosenheim Manuela Schröder.

In seinem Grußwort betonte der Vorsitzende der BSV, Martin Haidn: „Zusammenarbeit, Idealismus und Engagement haben  die Vereinigung zu dem gemacht, was sie seit der Gründung vor 50 Jahren heute verkörpert, nämlich eine Gemeinschaft von Spielmannszügen, die gemeinsame Ziele verfolgt – einerseits die Spielmannsmusik voranzubringen und andererseits aus dem Konkurrenzdenken der einzelnen Züge eine Gemeinschaft zu formen. „Musik kennt keine Grenzen, sie ist eine Sprache die jeder versteht!“, erläuterte er. Sie lebt mit uns aus der Gemeinschaft hoch motivierter gleichgesinnter, jugendlicher wie älterer Musiker/innen. Martin Haidn hatte eingangs die Spielmannszüge Eggenfelden, Furth im Wald, Landshut Langquaid, Regen, Siegenburg, Teisnach, Viechtach, das Fanfarenkorps Straubing, den Paartaler Fanfarenzug und den Gastgeber, die Frontenhausener Marktpfei’ff’er sowie den Spielleutebeauftragten des Bayerischen Blasmusikverbandes Franz Kleisinger begrüßt. „Musik schafft Freunde“, so heiße das Motto der BSV. In diesem Sinne bedankte er sich bei seinen Vorgängern, die ebenfalls dazu beigetragen hatten, dass die BSV in allen Bayerischen Musikverbänden anerkannt ist. Aus einem Blick Haidns in die Historie ging hervor, dass in den vergangenen 50 Jahren die Weiterbildung und Nachwuchsförderung zu den höchsten Zielen der BSV gehört hatte.

Landrat Heinrich Trapp beglückwünschte die BSV zum halben Jahrhundert und die Markpfei’ff’ern zum halben Jahrzehnt für den Landkreis Dingolfing/Landau. Er zollte allen Mitwirkenden Jugendlichen und Erwachsenen die Verantwortung im Verband bzw. im Verein übernehmen, Respekt. Die Jugendarbeit der Marktpfei’ff’er werde über den Kreisjugendring gefördert. Er sprach die Hoffnung aus, die investierte Zeit möge auch weiterhin zum Erfolg führen. Er wünschte weiterhin viele positive Gemeinschaftserlebnisse, Kameradschaft und gegenseitigen Ansporn. „Musik schafft Freunde – Musik verbindet, ist das Motto der BSV. Dies ist etwas, was Euer Leben immer bereichern wird!“, brachte Trapp zum Ausdruck.

Es folgte das Flötenstück „Zur Parade“ aus der Feder des Komponisten Hermann Dirscherl, das eine wunderbar elegante mit Dynamik versehene Melodie beinhaltet.

Es ist eine große Ehre, diese Musikveranstaltung hier bei uns zu haben, erläuterte Bürgermeister Dr. Franz Gassner in seinem Grußwort und hieß alle Gäste herzlich willkommen. Er gratulierte den Frontenhausener Marktpfei’ff’ern im Namen der Marktgemeinde Frontenhausen und dankte insbesondere Hubert Eckmeier und seiner Familie für alle Anstrengungen und sagte dem Spielmannszug weiterhin die Unterstützung der Gemeinde zu. Ebenso galten seine guten Wünsche dem BSV zum 50-jährigen Jubiläum.

Anschließend ertönte „Der Gruß aus Frontenhausen“ durch die Marktpfei’ff’er, der als Erkennungsmarsch des Spielmannszuges bei Auftritten nie fehlen darf. Der Komponist des Marsches, Hermann Dirscherl schwang selbst den Taktstock dazu.

Den aktiven Mitgliedern der Frontenhausener Marktpfei’ff’er, Hubert, Claudia, Arabella, Nadine, Jasmin, Hubert und Benjamin Eckmeier, Birgit und Anna Mückenhausen sowie Dr. Franz Gassner, Altbürgermeister Georg Retz und Anna Unterholzer wurden Urkunden für ihren Einsatz zugunsten des Vereins überreicht. Mit „Another Day“ präsentierten die Marktpfei’ff’er anschließend eine absolute Prämiere.

Die erste Gruppe des BSV-Ensembles in B und Es-Stimmung dirigierte die Manuela Schröder die musikalische Leiterin des Spielmannszuges Rosenheim. Dabei wurde „Der Joker mit vierstimmigen Flötensatz und der Marsch „Royal Flash“ zum Besten gegeben. Anschließend wurden die Besucher mit Darbietungen in der CES – und FES Stimmung überrascht.

Das BSV-Ensemble präsentierte Arrangements des Dirigenten Hermann Dirscherl. Für das heitere Stück „Spanische Skizze“ verwendete der Komponist belebende Elemente, die südländische Klangfarben widerspiegeln, nach Art des Pasodoble. Anschließend erklang „Shake Hands“, in einem vierstimmigen Fötenssatz in Raggy-Form. Nachdem bisher nur die Flöten zusammen mit dem Schlagwerk zu hören waren, spielten bei „The Lions come“ alle Instrumente miteinander. Es folgte ein dreiteiliges Konzertstück, „Die Bayerische Suite“. Der erste Teil ist ein Boarischer, der zweite Teil ein Zwiefacher und der dritte Teil ein Galopp. Eine ganz andere Taktart wurde mit „Wildes Feuer“ präsentiert, nämlich der 6/8-Takt. Beim  Musikantengruß erklang vor allem die Tonhöhe für die Flöten bzw. die Fanfaren optimal. Alle Stücke überzeugten das Publikum vom Können des BSV, besonders auch, weil die verschiedenen Züge unter dem hervorragenden Dirigat von Hermann Dirscherl zu einer homogenen Einheit zusammenschmolzen. Die vielen Tempiwechsel und Dynamikänderungen wurden mit Bravour gemeistert und trugen zum Hörgenuss bei. An diesem Abend zeigten sowohl die Frontenhausener Markpfei’ff’er als auch das BSV-Ensemble dem Publikum, dass Spielmannszüge mehr als nur Marschmusik spielen können. Tosender Beifall war der größte Lohn für die Darbietungen.

Nach Dankesworten an aller Unterstützer von Martin Haidn und Hubert Eckmeier endete das ausgezeichnete Konzert mit der Zugabe „Der Matador“, einem kombinierten Marsch mit den Blasmusikern, bei dem alle Spielleute zusammen den Schlussakkord setzten. Der Applaus wollte nicht enden und die anschließende After-Show-Party bei ausgelassener Stimmung brachte die verdiente Entspannung aller an dem Abend Beteiligten.

Anna Unterholzer